Evangelische Kirchengemeinde Diebach-Faulenberg-Oestheim
Evangelische Kirchengemeinde Diebach-Faulenberg-Oestheim

 

Pfarramtsführung vertretungsweise

Pfarrer A. Schlottke aus Wettringen

 

Sekretärin Martina Hofacker und Silke Krauß stehen Ihnen mittwochs in der Zeit von 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr zur Verfügung.

 

 

 

G e i s t l i c h e s   W o r t

 

 

Heimat

Liebe Gemeinde!

Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, was für Sie Heimat ist? Heimat, das ist ein schönes Wort, weil es für uns innere Wärme und Geborgenheit ausstrahlt. Mit dem Stichwort Heimat verbinden wir ein wohliges Bauchgefühl. Hier leben wir gerne; hier finden wir ein sicheres zu Hause vor.
Mit dem Zustrom an Flüchtlingen wird heftig gestritten, was denn die Heimat auszeichnet? Was genau ist Heimat? Ist Heimat da, wo wir leben - oder da, wo wir arbeiten? Ist sie da, wo wir ursprünglich herkommen? Oder da wo wir sicher leben möchten?

Die Menschen sind heute sehr mobil geworden. Deshalb wird es immer schwieriger den Begriff Heimat inhaltlich zu füllen und stimmig zu beschreiben. Wenn uns unser augenblicklicher Aufenthaltsort nicht mehr gefällt oder zu unsicher geworden ist, dann suchen wir uns sofort einen neuen Sehnsuchtsort, wo wir meinen hinzugehören. Vielleicht lässt sich Heimat am einfachsten so benennen: Heimat ist der Ort an den wir hingehören, an den uns Gott gestellt hat. Jesus hat sich im Angesicht seiner Passion mit seinen Jüngern einen Ort gesucht, an dem er sich nicht heimatlos gefühlt hat. In der Gemeinschaft mit seinen Jüngern hat er sein letztes Mahl gefeiert. Er hat diese Sehnsucht nach Heimat, diesen Wunsch ein Teil von einer heilen Gemeinschaft zu sein, gelebt, um sich dem was kommen wird, stellen zu können. Er hat bei seinem letzten Mahl mit seinen Jüngern diese Sehnsucht nach dieser heilen Welt geschmeckt. Er hat es geschätzt, dass er mit seinen Jüngern die vielen gemeinsamen guten Erfahrungen wertschätzen konnte. In der Geborgenheit dieser Gemeinschaft lernten er und die Jünger die Brüche und Verletzungen auszuhalten und wieder zusammenzubringen, was unter ihnen zerbrochen war.

Diese Form von lebendiger Heimat hat Jesus mit seinen Jüngern gelebt und gekostet, um sich in der Weite und Größe und der Dunkelheit des Lebens nicht zu verlieren. Heimat schenkt inneren Halt, weil wir uns dabei verstanden fühlen und aus dieser sicheren Warte heraus auch die anderen verstehen lernen. Heimat entsteht dort, wo wir gerne auf eine gemeinsame Geschichte zurückblicken und diese guten Erfahrungen lieben lernen. Auf diese Weise können wir miteinander glauben, einander tragen, um das Schwere im Leben erträglich zu machen.
Heimat wird spürbar, wenn wir in diesen guten Erfahrungen die Freundlichkeit Gottes schmecken und erkennen: Schmecket und sehet wie freundlich der Herr ist. (Psalm 34,9)

Heimat ist deshalb mehr als nur ein Ort oder eine Landschaft. Es ist Gemeinschaft, es ist der Ort, an dem ich mich verstanden und angenommen fühlen kann.

Und insofern ist Heimat der Ort, an dem ich Jesus spüren kann. Denn Er ist es, der mich vorbehaltlos annimmt, der mich liebt und trägt und begleitet durch alle Lebenssituationen und an jeden Ort. Dieses Heimat-Gefühl des Angenommen- und Geliebtseins wünsche ich Ihnen allen.

Ihr Pfarrer Arved Schlottke

 

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